Mittwoch, 22. Januar 2020

Gestisches Sprechen

Neueste breitenwirksame Erkenntnisse (GEO 01/2020) bestätigen, was wir Sprechwissenschafter im Training erfahren und anwenden: Gestisches Sprechen steigert die Behalteleistung unseres Gehirns!

Unser Gehirn speichert Informationen in mehreren Arealen und verknüpft die akustischen und visuellen Areale, die sich dann beim Erinnern gegenseitig unterstützen.
Daher ist es wichtig, immer auch die Gestik, also die Körperlichkeit, beim Sprechen miteinzubinden. Das kommt einerseits dem eigenen Sprechfluss, andererseits den Zuhörenden sowie der Langzeitwirkung des Inhaltes zugute.

Sprechen mit Körpereinsatz führt definitiv schneller zum Ziel, ist ansprechender und authentischer.       
                                                                                              EL

Sonntag, 8. Dezember 2019

Weihnachtslyrik

Die Weihnacht  


Wenn das Jahr die letzten Schritte tut
und sich vorbereitet auf ein neues Leben
zeigt es die lichte Pracht
der Weihnacht.

Das Leuchten der Kerzen, das Glitzern des Schnees,
das Funkeln der Lichter bringt Helle
in die trübe Zeit
der Dunkelheit.

Uns´re Geschenke von dort nach hier
bergen tief versteckt im Herzen die Weisheit
für die friedliche Macht
der Weihnacht.      EL                                        

Samstag, 23. November 2019

Reden wir doch wieder miteinander

Gedanken zu einem Beitrag in: Psychologie heute, 11/2019

Ein Gespräch, das face-to-face stattfindet, hat viele Vorteile, wie die jüngsten wissenschaftlichen Ergebnisse zeigen: Es macht glücklich, wenn man mit einem Menschen spricht, selbst dann, wenn es um Belangloses geht!
Ein lockerer Wechsel von Themen im Gespräch wird als angenehm und lebendig empfunden.
Menschen wollen in der Regel Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen und auch aufrecht erhalten, denn das ist uns für ein erfülltes Leben wichtig. Gespräche sind ein erster Schritt einander näher zu kommen und dennoch haben viele Menschen hier eine Hemmschwelle. Gerade wenn es darum geht mit unbekannten Personen ins Gespräch zu kommen.
Dabei wurde festgestellt: Je länger ein zufälliges Gespräch dauert, desto mehr scheint unser Wohlbefinden davon zu profitieren.
Daher mein Plädoyer: Reden wir doch wieder miteinander. Was dabei geschieht, das lässt sich meist nicht planen, doch es verbindet, jedesmal, auch wenn wir es nicht merken!

Freitag, 25. Oktober 2019

Ein Stein erzählt

Wenn ich mir den Stein ansehe, erzählt er mir Geschichten
es ist so, als hätte er mir viel zu berichten
von Welten, die ich nicht verstehe

Ich schärfe mein Ohr und spüre hinein
berühre die Oberfläche vom Stein

Bilder erscheinen wie Blitze im Dunkel der Nacht
so als hätte jemand immer wieder das Licht an und aus gemacht

Ein Reigen entlädt sich, durchdringt meine Zellen
und gibt Geheimnisse preis, die vielleicht keiner weiß

Schwärze und Hitze und Starre und Eis
und Wesen mit Schiffen, metallischer Klang

Es birst und tost und reißt und donnert
ein gewaltiger Ruck durchdringt meinen Körper
und alles verschwindet sekundenschnell

Dann fühle ich nur mehr die samtige Haut des glatten Steins
in meiner Hand, wie ein unsichtbares Band      EL

Samstag, 5. Oktober 2019

Wie das F in unsere Sprache kam

Für die verschiedenen Sprachen gibt es unterschiedliche Laute, die wir Buchstaben des phonetischen Alphabets nennen. A und M findet sich in den meisten Sprachen. Unsere Sprechgeräusche hängen stark mit der Entwicklung unseres Kiefers zusammen. Das F konnte erst gebildet werden, als die Menschen durch die Sesshaftwerdung vermehrt breiige Getreidegerichte zu sich nahmen, und sich dadurch ein leichter Überbiss entwickelte. Forscher datieren das Aufkommen des Lippenzahnlautes F ca. 6000 Jahre zurück. Die Beliebtheit des Lautes stieg, von damals 3%, auf 76% in den heutigen indogermanischen Sprachen. (Quelle: Psychologie heute, Ausgabe 07/2019, S. 52)
In meinen Stunden verwende ich den Reibelaut (Lippenzahnlaut) F gerne, um die Führung des Luftstroms hörbar zu machen und eine gut spürbare Anbindung an das Körperzentrum zu erzeugen. EL


Samstag, 21. September 2019

Sprachlyrik: Erotisch durch das Alphabet

anfangs am abgrund
bei blühenden bäumen
chamäleonartig
dann die drinks degustiert
es erhitzte einen
für fröhliche freuden
ganz genussvoll genießend
hielt hans hildas hand
in inniger inbrunst
jedoch jäh jauchzend
klingt klarheit kräftig
lustvoll lachend laut 
mit manigfachen Möglichkeiten
nach nahender naturgewalt
oben offenes oberteil
prahlend pro position
qualitätsvoll
rieselt rosa röte 
südwärts sinnlich singend
trocknet tränen tausendfach
und unverhofft unanständig
von verbliebenen verlusten
während wachsende wahrheit
xenions 
yang
zum zeugnis ziehlte        EL

Sonntag, 15. September 2019

Wie wir atmen beeinflusst die Funktion des Gehirns!

Meine Arbeit im Bereich Stimme & Sprechen ist stark von der richtigen Atmung und dem Erlernen der richtigen Atemtechnik beeinflusst. Vor kurzem las ich in der Zeitschrift "Spektrum" Gehirn & Geist 10/2019 zwei spannende Artikel zum Thema Atmen. Die Hirnforschung entdeckte, dass richtiges Atmen eine ungeahnt wichtige Rolle für das Denken spielt. Die Atmung beeinflusst höhere kognitive Leistungen, darunter das räumliche Vorstellungsvermögen und die Merkfähigkeit, stand dort zu lesen. Der Atemrhythmus strukturiert die Gedächtnisprozesse, die Erlerntes ins Langzeitgedächtnis übertragen. Diese spannenden Ergebnisse werde ich fortan in meine Stunden einfließen lassen und den Focus verstärkt auf das Erlernen der richtigen Atemtechnik legen. Ich bin stets damit beschäftigt mich weiterzubilden und Fachzeitschriften zu durchforsten, damit meine Teilnehmenden das bestmöglichste Training bekommen, sowohl im Einzelcoaching, als auch im Gruppentraining. Ich freue  mich darauf mein Wissen an euch weiterzugeben! Elisabeth Leeb/EL